Sega Mega-CD

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Ein Sega Mega-CD der zweiten Generation

Das Sega Mega-CD (Sega CD in Nordamerika) ist ein CD-ROM-Laufwerk für den Sega Mega Drive um Spiele von CDs zu spielen. Das erstmals 1991 in Japan erschienene Gerät wurde unterhalb des Mega Drives angeschlossen und besitzt eine ausfahrbare CD-Lade. Diese Version erschien 1992 auch in den USA. 1993 wurde weltweit das stark kostenreduzierte Sega Mega-CD II veröffentlicht, welches auf die ausfahrbare Lade verzichtet und diese durch eine sich nach oben öffnende ersetzt. Dieses Gerät wird an der rechten Seite des Mega Drives angeschlossen.

Während Nintendo immer noch Module verwendete (und dies auch bis zum Nintendo 64 weiterführen sollte), ging Sega mit dem Mega-CD den Schritt in Richtung CD-ROM-Nutzung bei Spielkonsolen und setzte diesen Weg auch mit dem Sega Saturn fort. Der Preis des Gerätes war jedoch mit 580 DM (etwa 290 €) den meisten Spielern zu teuer, was dazu führte, dass die Verkaufszahlen der Konsole hinter den Erwartungen blieb.

Hardware

Das Sega Mega-CD wird an den Erweiterungsport des Mega Drives angeschlossen. Beim älteren Mega Drive muss zusätzlich der Kopfhörerausgang über ein mitgeliefertes Kabel mit dem Mega-CD verbunden werden.

Das Mega-CD besitzt einen eigenen, mit 12,5 MHz getakteten, MC68000-Prozessor. Darüber hinaus verfügt die Konsole über einen zusätzlichen Grafikchip, der Skalierungs- und Rotationseffekte ermöglicht. Die Audioeigenschaften des Mega Drives werden ebenfalls um 8 PCM-Kanäle erweitert.

Bis auf einen separaten Cinch-Ausgang für Audiodaten werden die Anschlüsse des Mega Drives weiter verwendet.

Das eingebaute CD-ROM-Laufwerk läuft mit einfacher Geschwindigkeit (Single-Speed). Neben Spielen und Musik-CDs können auch CD+Gs abgespielt werden. Hierbei handelt es sich um Musik-CDs, die zusätzliche Daten wie Texte oder Bilder enthalten.

Die Konsole besitzt einen Batterie-gestützten Speicher von 64 kbit, auf dem Spielstände gespeichert werden können. Später erschienen auch separate Speichermodule, die erheblich mehr Platz boten als der interne Speicher des Mega-CDs und in den Modulschacht des Mega Drives gesteckt wurden.

Durch die höhere CPU-Leistung der zweiten MC68000-CPU und dem zusätzlichen Grafikchip konnten technisch anspruchsvollere Spiele für die Konsole] entwickelt werden. Beispiele stellen Thunderhawk, Battlecorps und Soulstar dar. Auch das Rennspiel Jaguar XJ220 machte regen Gebrauch von der stufenlosen Rotier- und Zoomfunktion des Mega-CDs. Häufig wurde jedoch kritisiert, dass das Mega-CD genau wie das Mega Drive maximal 64 Farben gleichzeitig darstellen konnte. Insbesondere Full Motion Video litt unter dieser Limitierung.

Versionen und Varianten

Sega Mega-CD / Sega CD

Die erste Version des Mega-CDs wurde nur in Japan und Nordamerika in größeren Stückzahlen veröffentlicht. Die relativ wenigen Geräte für den europäischen Markt wurden hauptsächlich im Vereinigten Königreich verkauft.

Sega Mega-CD II / Sega CD II

Die zweite Version des Mega-CDs verzichtet auf eine elektrische Schublade und verwendet statt dessen ein Toploader-Laufwerk. Daher wird das Mega-CD II im Gegensatz zum Vorgänger seitlich neben dem Mega Drive montiert. Weiterhin wurde die Anzahl der Status-LEDs auf eine reduziert. Diese Version war die erste, die flächendeckend in Europa veröffentlicht wurde.

Wondermega / X’Eye

Mega-CD mit integriertem Mega Drive. In Nordamerika kam das Wondermega unter der Bezeichnung X’Eye auf den Markt, in Europa wurde es jedoch nicht veröffentlicht. Die Konsole wurde sowohl von Sega als auch von JVC produziert.

Multi-Mega

Hauptartikel: Sega Multi-Mega

Sehr kompakte Variante mit integriertem Mega-CD, in Nordamerika als Sega CDX bekannt. Diese Version kann als tragbarer CD-Spieler verwendet werden. Die Stromversorgung läuft in diesem Fall über zwei Mignon-Batterien. Ein kleines LC-Display zeigt Informationen wie die aktuelle Tracknummer an. Zum Spielen muss die Konsole aber weiterhin an einen Fernseher und das Stromnetz angeschlossen werden.

Quellenangabe

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Sega Mega-CD aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Lizenz Creative Commons Attribution/Share Alike. Dies ist eine gekürzte Variante des Originalartikels, den vollständigen Artikel findest du unter obigem Link. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar, dort kann man den Artikel bearbeiten.