Sega Game Gear

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Sega Game Gear
Game Gear.jpg
Hersteller: Sega
Typ: Tragbare Spielkonsole (Handheld)
Abmessungen (H × B × T): {{{Abmessungen}}}
Sprites: 64 (Größe 8 × 8 oder 8 × 16 (oder das Doppelte im Zoom-Modus))
Publikation: 1990

Der Sega Game Gear [...geɪm gɪə] ist eine farbige Handheld-Konsole und war Segas logische Antwort auf Nintendos Game Boy. Es war das dritte farbige Handheld-Gerät nach dem Atari Lynx und dem Turbo Express.

Die Arbeit an der Konsole begann nach dem Erscheinen des Game Boys 1989. Zu diesem Zeitpunkt lief die Entwicklung unter dem Codenamen "Project Mercury", da Sega damals noch alle seine Systeme intern nach Planeten benannte. Man wollte ein dem Game Boy überlegenes Produkt herstellen, einen „Game Boy für Erwachsene“, was Sega dank des brillanten Displays auch besser als den o. g. Konkurrenten gelang.

Das System erschien am 6. Oktober 1990 in Japan, 1991 in Nordamerika und erst 1992 in Europa und Australien. Der unverbindliche Verkaufspreis lag am Anfang bei 299,- DM.

Design

Der Game Gear war im Prinzip ein tragbares Sega Master System, allerdings mit einer größeren Farbpalette und geringeren Auflösung. Aufgrund der technischen Ähnlichkeiten zwischen Master System und Game Gear wurden viele Master-System-Spiele portiert.

Dank Farbdisplay und Hintergrundbeleuchtung war er dem Game Boy technisch überlegen, außerdem war die Soundausgabe besser. Der Prozessor war allerdings nicht schneller getaktet, sondern sogar etwas langsamer (Game Boy 4,2 MHz, Game Gear 3,6 MHz). Die Konsole wurde beim Spielen gehalten wie ein Game Boy Advance, also „quer“, nicht „längs“ wie der alte Game Boy.

Zusätzlich gab es einen, als Zubehör erhältlichen, ansteckbaren TV-Tuner, der den Empfang des analogen Fernsehprogramms erlaubte. Über ein spezielles Linkkabel konnten bis zu vier Game Gears verbunden werden. Dafür vorbereitete Spiele ermöglichten dann das gemeinsame Spiel – miteinander oder gegeneinander. Außerdem existierte ein Konverter, mit dem man Master-System-Spiele auf dem Game Gear spielen konnte.

Variationen

Es gab eine blaue Sports Edition des Game Gear, die sich aber nur in der Gehäusefarbe vom Original unterschied. Sie wurde 1993 zusammen mit dem Spiel World Series Baseball veröffentlicht. 1994 wurde auf dem japanischen Markt eine weitere Spezialedition mit dem Namen Coca-Cola-Kid herausgebracht. Bei dieser war das Gehäuse bezeichnenderweise in Coca-Cola-rot gehalten. Außerdem gab es noch eine limitierte weiße Sonderedition des Game Gears, von der nur 10.000 Stück verkauft wurden. Sega entwickelte auch noch ein Kids Gear, das nur auf dem japanischen Markt erschien. Für dieses Gerät gab es dann spezielle, für jüngere Kinder geeignete Software zu kaufen.

Der Game Gear am Markt

Trotz seiner technischen Überlegenheit und aggressiven Werbekampagnen (siehe Weblinks) konnte der Game Gear keinen bedeutenden Marktanteil erzielen, was an der enormen Popularität des Game Boys und einer Reihe von Nachteilen gegenüber dem Game Boy lag:

  • Der hinterleuchtete Bildschirm hatte zur Folge, dass die 6 Mignon-Batterien nur ca. zwei Stunden hielten, gegenüber den durchschnittlich 14 Stunden des Game Boys sehr wenig für ein tragbares Gerät.
  • Die Form des Game Gears war ziemlich groß, er ließ sich dadurch nicht so leicht wie ein Game Boy in eine Jackentasche o. Ä. stecken.
  • Der Game Gear war fast doppelt so teuer wie der Game Boy.
  • Hauptsächlich litt der Game Gear jedoch unter einem Mangel an guten Spielen, da Sega es nicht geschafft hat, so viele Entwickler für ihr System zu gewinnen wie Nintendo.

Zurückblickend gesehen wird der Game Gear weitestgehend als Fehlschlag betrachtet. Er blieb hinter den Erwartungen zurück und schaffte es bei weitem nicht, den Game Boy zu entthronen. So wurde auch kein direkter Nachfolger mehr auf den Markt gebracht. Trotz allem schlug sich der Game Gear besser als andere Systeme, die versuchten, mit dem Game Boy zu konkurrieren. Mit Hilfe der starken Werbekampagnen schaffte es das System am Ende, zumindest den Atari Lynx vom Markt zu verdrängen und seinen Marktanteil zu übernehmen. Aber das war nicht das eigentliche Ziel der Entwickler. Trotzdem versuchte Sega sich 1995 wieder auf dem Konsolenmarkt mit dem Sega Nomad, einem tragbaren Sega Mega Drive.

Leider ist durch die zunehmende Verbreitung von DVB-T der Fernsehempfang mit dem optionalen TV-Tuner in weiten Teilen Deutschlands heute nicht mehr möglich.

Remakes

Die Game-Gear-Unterstützung wurde 1997 endgültig eingestellt. Majesco veröffentlichte 2002 eine spezielle Version des Game Gears zum reduzierten Preis. Dieser Game Gear unterschied sich in der Farbe leicht vom Original-Game-Gear. Leider wurde der TV-Tuner nicht mehr unterstützt. Dafür waren aber Bildschirm und Lautsprecher besser als beim Original. Majesco hatte zu dieser Zeit auch die Lizenzen an alten Game-Gear-Spielen erworben und vertrieb diese mit einem leicht veränderten Logo ebenfalls wieder.

Der Game Gear wurde Ende 2006 noch einmal in etwas kleinerer Form wiederbelebt. Diese kleine Handheld-Konsole mußte nur noch mit 3 AAA-Batterien gespeist werden, verfügte noch einmal über einen besseren Bildschirm und enthielt gleich noch 20 Game-Gear- und Master-System-Spiele. Dieses Gerät wurde unter verschiedenen Markennamen veröffentlicht, so zum Beispiel von Coleco and PlayPal.

Obwohl der Game Gear beim Verkaufserfolg als bestes Nicht-Nintendo-Handheld von der PlayStation Portable (PSP) überholt wurde, ist er immer noch die am längsten unterstützte Handheld-Konsole, die nicht von Nintendo entwickelt wurde.

Zubehör

Werbespots

Werbespot 1
Werbespot 2
Werbespot 3

Weblinks

Welt der Heimcomputer – Eine umfassende Sammlung an Daten und Bildern zu alten Heimcomputer- und Videospielsystemen
Homecomputermuseum – ähnlich der oberen Seite, aber mit mehr Detailinformationen
Play Asia – PDF zum Sega Game Gear (englisch)

Quellenangabe

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Sega Game Gear aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Lizenz Creative Commons Attribution/Share Alike. Dies ist eine gekürzte Variante des Originalartikels, den vollständigen Artikel findest du unter obigem Link. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar, dort kann man den Artikel bearbeiten.